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TVöD Rechner: Gehalt, Entgelttabelle & Netto 2026 berechnen

Gehalt im öffentlichen Dienst für TVöD VKA (Kommunen) und Bund präzise ermitteln – inklusive Stufenaufstieg, Jahressonderzahlung und VBL.

1. Tarifliche Eingruppierung
Maßgeblich für das Grundgehalt nach den Tätigkeitsmerkmalen der Entgeltordnung (§ 12 TVöD).
Stufenaufstieg erfolgt automatisch nach 1, 2, 3, 4 bzw. 5 Jahren nach § 16 Abs. 3 TVöD.
2. Arbeitszeit & Beschäftigungsumfang
Tarifliche Wochenarbeitszeit im Bereich TVöD VKA beträgt standardmäßig 39,0 Wochenstunden.
3. Steuerklasse & Vorsorge
Grundlage für den Lohnsteuerabzug nach amtlichem Einkommensteuertarif 2026.
Pflichtbeitrag für Angestellte im kommunalen öffentlichen Dienst nach § 25 TVöD.
✓ TVöD VKA 2026: Entgeltgruppe E 9b, Stufe 3 (Gehobener Dienst)
Voraussichtliches Monatsgehalt
2.748 € netto / Monat
Tarifliches Bruttogehalt: Sie erhalten monatlich 4.340,10 € brutto. Die Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld im November) beträgt 3.050,22 € brutto (70,28 % nach § 20 TVöD).
Tarif-Grundgehalt (Vollzeit E 9b / Stufe 3):4.340,10 €
Beschäftigungsanteil (Teilzeitfaktor):100,00 % (39,0 h)
Auszahlungs-Brutto monatlich:4.340,10 €
Geschätzte Lohnsteuer (inkl. Soli):– 638,42 €
Gesetzliche Sozialabgaben (KV, PV, RV, AV):– 874,83 €
VBL-Umlage Arbeitnehmer (~1,81 %):– 78,56 €
Monatlicher Netto-Auszahlungsbetrag:2.748,29 €
Jahressonderzahlung brutto (November):+ 3.050,22 €
Stufenaufstieg-Vorschau (auf Stufe 4):+ 452,20 € brutto/M.
So wurde gerechnet (Rechenweg & Gesetzesparagraphen)

Die Vergütung im kommunalen öffentlichen Dienst berechnet sich nach der Entgelttabelle TVöD VKA:

Tabellenentgelt E 9b, Stufe 3 = 4.340,10 € brutto monatlich.
Jahressonderzahlung (§ 20 TVöD): E 9b entspricht 70,28 % des Bemessungssatzes = 3.050,22 € brutto.
Abzüge: Lohnsteuer Klasse 1 (~638,42 €) + Sozialversicherung (~874,83 €) + VBL-Klassik (~78,56 €) = 2.748,29 € Netto.

Rechtliche Grundlagen: Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD VKA), §§ 12, 15, 16, 20 und 25. Stand der Entgelttabelle: 2026.

Stand: 2026 Amtliche Entgelttabelle TVöD VKA & Bundesministerium des Innern
📌 Auf einen Blick: Das Wichtigste zur TVöD-Vergütung 2026
  • Tarifbindung im öffentlichen Dienst: Das Gehalt von Angestellten bei Bund und Kommunen (VKA) richtet sich nach festen Entgeltgruppen (E 1 bis E 15) und Erfahrungsstufen (Stufe 1 bis 6). Willkürliche Gehaltsverhandlungen gibt es nicht; maßgeblich ist die Tätigkeitsbewertung.
  • Automatische Stufenaufstiege: Nach festen Stufenlaufzeiten steigen Beschäftigte automatisch in die nächsthöhere Erfahrungsstufe auf: Nach 1 Jahr in Stufe 2, nach weiteren 2 Jahren in Stufe 3, nach 3 Jahren in Stufe 4, nach 4 Jahren in Stufe 5 und nach 5 Jahren in Stufe 6.
  • Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld): Nach § 20 TVöD VKA erhalten Beschäftigte im November eine Sonderzahlung: 84,51 % in den Gruppen E 1 bis E 8, 70,28 % in den Gruppen E 9a bis E 12 und 51,78 % in den Gruppen E 13 bis E 15.
  • Betriebliche Altersversorgung (VBL / ZVK): Angestellte im öffentlichen Dienst erwerben durch die Zusatzversorgungskasse (z. B. VBL-Klassik) eine lebenslange Zusatzrente. Der Arbeitnehmeranteil beträgt standardmäßig ca. 1,81 % des Bruttogehalts.
  • Wochenarbeitszeit: Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt im Tarifgebiet TVöD VKA (Kommunen) 39,0 Stunden pro Woche, im Bereich TVöD Bund 39,0 Stunden (für Tarifbeschäftigte). Bei Teilzeit verringern sich alle Bezüge exakt anteilig.

Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) regelt die Arbeitsbedingungen und Gehälter von mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten bei den Kommunen und beim Bund. Ob Verwaltungsfachangestellte im Bürgeramt, Ingenieure im Bauamt, Erzieherinnen im kommunalen Kindergarten oder IT-Spezialisten im Bundesministerium: Wer im öffentlichen Dienst arbeitet, wird nach transparenten tariflichen Kriterien bezahlt. Ein präziser tvöd rechner hilft Bewerbern und erfahrenen Beschäftigten, das genaue monatliche Brutto- und Nettogehalt nach der aktuellen tvöd tabelle 2026 zu berechnen und die finanzielle Auswirkung von Stufenaufstiegen, Höhergruppierungen und Teilzeitmodellen verlässlich vorherzusehen.

🏛️ Wie funktioniert der TVöD Rechner?

Die Gehaltsfindung im TVöD folgt einem zweidimensionalen Gittersystem: Die vertikale Achse bildet die Entgeltgruppe (E 1 bis E 15) ab, die sich rein nach den Anforderungen der Stelle richtet. Die horizontale Achse spiegelt die Erfahrungsstufe (Stufe 1 bis 6) wider, die mit zunehmender Betriebszugehörigkeit wächst. Unser Tarifrechner führt die Berechnung wie folgt durch:

  1. Tabellenwert ermitteln: Aus Entgeltgruppe und Stufe wird das tarifliche Grundgehalt für eine Vollzeitstelle (39,0 Wochenstunden nach TVöD VKA) ausgelesen.
  2. Teilzeitfaktor anwenden: Bei Teilzeitbeschäftigung wird das Entgelt proportional nach § 24 Abs. 2 TVöD herabgesetzt (z. B. 19,5 Stunden = 50 % des Tabellenentgelts).
  3. Jahressonderzahlung berechnen: Anhand der Entgeltgruppe wird der maßgebliche Prozentsatz nach § 20 TVöD ermittelt und der Auszahlungsanspruch für November ausgewiesen.
  4. Steuer- und Sozialversicherungsabzüge: Auf Basis der Lohnsteuerklasse und der Beitragssätze für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung wird das monatliche Netto ermittelt.
  5. VBL-Zusatzversorgung abziehen: Der gesetzliche Pflichtbeitrag zur Zusatzversorgungskasse (VBL Klassik / ZVK) wird als Vorsorgeaufwand berücksichtigt.
  6. Stufenaufstieg-Vorschau generieren: Der Rechner simuliert automatisch die nächste Stufe und zeigt Ihnen den exakten Brutto- und Netto-Zuwachs beim anstehenden Stufenwechsel.
💡 Gut zu wissen: Stufengleiche Höhergruppierung seit 2017

Bis zur Tarifreform 2017 wurden Beschäftigte bei einer Höhergruppierung oft in eine niedrigere Stufe zurückgestuft, sodass die Gehaltserhöhung minimal ausfiel. Seit der Neuregelung in § 17 Abs. 4 TVöD erfolgt die Höhergruppierung stufengleich: Wer beispielsweise von E 9b Stufe 3 in E 10 aufsteigt, landet direkt in E 10 Stufe 3! Mindestens garantiert der Tarifvertrag einen Garantiebetrag (in den unteren Gruppen 100 €, ab E 9b 180 €), sodass sich ein beruflicher Aufstieg in jedem Fall finanziell spürbar auf dem Gehaltszettel bemerkbar macht.

🏛️ Die Entgeltgruppen des TVöD im Überblick (E 1 bis E 15)

Die Zuordnung zu einer Entgeltgruppe erfolgt nach der Entgeltordnung (§ 12 TVöD) und richtet sich ausschließlich nach der auszuübenden Tätigkeit, nicht nach dem persönlichen Titel:

Entgeltgruppe Typische Qualifikation & Anforderungsprofil Monatliches Grundgehalt (Stufe 1–6)
E 1 bis E 4Einfachste bis angelernte Tätigkeiten, keine abgeschlossene Berufsausbildung erforderlich (z. B. Botendienste, Archivhilfen, Reinigung, einfache Wartung).ca. 2.355 € bis 3.582 €
E 5 bis E 8Mittlerer Dienst: Mindestens 3-jährige anerkannte Berufsausbildung (z. B. Verwaltungsfachangestellte, Fachinformatiker, handwerkliche Facharbeiter).ca. 3.036 € bis 4.262 €
E 9a bis E 9cVerzahnungsbereich: Selbstständige Tätigkeiten mit gehobener Fachkompetenz, Sachbearbeitung mit komplexer Rechtsanwendung.ca. 3.626 € bis 5.688 €
E 10 bis E 12Gehobener Dienst: Fachhochschulabschluss, Bachelor, Verwaltungsfachwirt (AL II / BL II), Ingenieure, Teamleiter, Abteilungs-Sachbearbeiter.ca. 4.195 € bis 7.260 €
E 13 bis E 15Höherer Dienst: Wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Universitätsdiplom, Staatsexamen), Referenten, Amtsleiter, Dezernenten, IT-Architekten.ca. 5.009 € bis 9.080 €

🏛️ Stufenlaufzeiten: Wann steigen Sie automatisch auf?

Im Gegensatz zur Privatwirtschaft müssen Sie im öffentlichen Dienst nicht jedes Jahr um eine Gehaltserhöhung feilschen. Der Stufenaufstieg innerhalb Ihrer Entgeltgruppe erfolgt rein nach der nachgewiesenen ununterbrochenen Tätigkeitszeit beim selben Arbeitgeber (§ 16 Abs. 3 TVöD):

  • Stufe 1 (Einstieg): Gilt bei Neueinstellung ohne anerkannte einschlägige Berufserfahrung. Nach exakt 1 Jahr erfolgt der Aufstieg in Stufe 2.
  • Stufe 2: Verweildauer 2 Jahre in Stufe 2 vor dem Wechsel in Stufe 3.
  • Stufe 3: Verweildauer 3 Jahre in Stufe 3 vor dem Wechsel in Stufe 4.
  • Stufe 4: Verweildauer 4 Jahre in Stufe 4 vor dem Wechsel in Stufe 5.
  • Stufe 5: Verweildauer 5 Jahre in Stufe 5 vor dem Wechsel in Stufe 6.
  • Stufe 6 (Endstufe): Höchste tarifliche Erfahrungsstufe. Sie wird regulär nach 15 Jahren Berufserfahrung in derselben Gruppe erreicht.
⚠️ Häufiger Fehler: Verlust von Stufenlaufzeiten bei Arbeitgeberwechsel

Wechseln Sie die Behörde oder die Kommune, wird die Stufe nicht immer 1:1 übernommen. Zwar muss der neue Arbeitgeber einschlägige Berufserfahrung anerkennen (mindestens Stufe 2 bei 1 Jahr Erfahrung, Stufe 3 bei 3 Jahren), die bereits zurückgelegte Restlaufzeit zur nächsten Stufe verfällt jedoch häufig! Wer beispielsweise 2 Jahre und 11 Monate in Stufe 3 gearbeitet hat und dann zu einer anderen Kommune wechselt, verliert den unmittelbaren Anspruch auf Stufe 4 und muss unter Umständen in Stufe 3 wieder bei null Monaten anfangen. Verhandeln Sie vor Unterzeichnung des Arbeitsvertrags zwingend über die Anerkennung förderlicher Zeiten nach § 16 Abs. 5 TVöD!

🏛️ Jahressonderzahlung (§ 20 TVöD): Das tarifliche Weihnachtsgeld

Im öffentlichen Dienst gibt es kein freiwilliges Urlaubsgeld, dafür aber einen tariflich garantierten Rechtsanspruch auf die Jahressonderzahlung. Diese wird mit dem Novembergehalt ausgezahlt. Die Höhe richtet sich nach dem Durchschnittsbrutto der Monate Juli, August und September:

  • Entgeltgruppen E 1 bis E 8: 84,51 % des Monatsentgelts (VKA) bzw. 90 % (Bund).
  • Entgeltgruppen E 9a bis E 12: 70,28 % des Monatsentgelts (VKA) bzw. 80 % (Bund).
  • Entgeltgruppen E 13 bis E 15: 51,78 % des Monatsentgelts (VKA) bzw. 60 % (Bund).

Wer im laufenden Kalenderjahr neu eingestellt wurde, erhält die Jahressonderzahlung anteilig für jeden vollen Kalendermonat der Beschäftigung (Zwölftelung nach § 20 Abs. 4 TVöD).

🏛️ Betriebliche Altersversorgung: Die VBL-Pflichtversicherung

Ein herausragender Vorteil des TVöD ist die tarifvertraglich verankerte Betriebsrente über die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) oder eine kommunale Zusatzversorgungskasse (ZVK). Das Modell basiert auf einer Umlage- und Kapitaldeckung:

  • Arbeitgeberbeitrag: Die Kommune bzw. der Bund zahlt den Löwenanteil (in der Regel ca. 5,49 % bis 6,45 % des Bruttogehalts).
  • Arbeitnehmerbeitrag: Vom Bruttogehalt des Angestellten werden standardmäßig ca. 1,81 % (Tarifgebiet West) als Eigenanteil einbehalten.
  • Versorgungspunkte: Durch die eingezahlten Beiträge erwerben Sie jedes Jahr Rentenpunkte. Im Rentenalter erhalten Sie lebenslang eine spürbare Zusatzrente neben der gesetzlichen Rente.

🏛️ 3 konkrete Berechnungsbeispiele nach TVöD 2026

Die folgenden Szenarien zeigen die reale Entgeltabrechnung für typische Berufsbiografien (Steuerklasse 1, keine Kinder, TVöD VKA, VBL versichert):

Beispiel 1: Erzieherin im städtischen Kindergarten (E 8 / Stufe 3)

Frau Bauer arbeitet Vollzeit (39,0 Stunden). Sie ist seit 4 Jahren im Dienst und befindet sich in Stufe 3.

  • Monatliches Tabellenbrutto: 3.864,20 €
  • Lohnsteuer (Klasse 1): – 512,18 €
  • Sozialversicherungsabgaben (GKV, PV, RV, AV): – 778,64 €
  • VBL-Eigenanteil (~1,81 %): – 69,94 €
  • Auszahlungsbetrag Netto: ca. 2.503,44 € monatlich
  • Weihnachtsgeld (November): 3.864,20 € × 84,51 % = 3.265,63 € brutto (+ ca. 1.840 € netto im November!).
  • Stufenaufstieg nach weiteren 2 Jahren (Stufe 4): Brutto steigt auf 4.011,10 € (+ 146,90 € brutto/Monat).

Beispiel 2: Sachbearbeiter in der Stadtverwaltung (E 9b / Stufe 4, Teilzeit 75 %)

Herr Demir arbeitet mit 29,25 Wochenstunden (75 % Teilzeit). Eingruppiert in E 9b, Stufe 4.

  • Vollzeit-Grundgehalt: 4.792,30 €
  • Auszahlungsbrutto (75 %): 4.792,30 € × 0,75 = 3.594,23 €
  • Lohnsteuer (Klasse 1): – 442,30 €
  • Sozialversicherungsabgaben: – 724,24 €
  • VBL-Umlage: – 65,06 €
  • Auszahlungsbetrag Netto: ca. 2.362,63 € monatlich
  • Weihnachtsgeld (70,28 %): 3.594,23 € × 70,28 % = 2.525,93 € brutto.

Beispiel 3: IT-Projektleiter / Volljurist (E 14 / Stufe 2)

Frau Dr. Lindemann leitet ein Digitalisierungsprojekt im Regierungspräsidium. Vollzeit, E 14 Stufe 2.

  • Monatliches Tabellenbrutto: 6.007,20 €
  • Lohnsteuer (Klasse 1): – 1.174,50 €
  • Sozialversicherung (an Beitragsbemessungsgrenzen): – 1.108,40 €
  • VBL-Eigenanteil: – 108,73 €
  • Auszahlungsbetrag Netto: ca. 3.615,57 € monatlich
  • Weihnachtsgeld (51,78 %): 6.007,20 € × 51,78 % = 3.110,53 € brutto.
  • Nächster Stufenaufstieg (auf Stufe 3 nach 2 Jahren): Gehaltssprung auf 6.565,10 € (+ 557,90 € brutto monatlich!).

🏛️ Was tun als Nächstes? Leitfaden für Beschäftigte im öffentlichen Dienst

  1. Arbeitsvertrag & Eingruppierung prüfen: Vergleichen Sie Ihre tatsächlichen Arbeitsaufgaben mit den Tätigkeitsmerkmalen der Entgeltordnung. Hat sich Ihr Aufgabenbereich dauerhaft erweitert, stellen Sie einen schriftlichen Antrag auf Überprüfung der Eingruppierung (Höhergruppierungsantrag) nach § 12 TVöD.
  2. Stufenlaufzeiten im Blick behalten: Prüfen Sie auf Ihrer monatlichen Entgeltabrechnung das Datum des nächsten Stufenaufstiegs. Bei unberechtigter Verzögerung fordern Sie die Personalabteilung schriftlich zur Nachzahlung auf (Ausschlussfrist nach § 37 TVöD: 6 Monate!).
  3. Zusatzurlaub & Entlastungstage nutzen: Prüfen Sie tarifliche Sonderregelungen, Schichtzulagen (§ 8 TVöD) oder Umwandlungstage.
  4. Vermögenswirksame Leistungen (VWL) beantragen: Nach § 23 Abs. 1 TVöD zahlt der Arbeitgeber monatlich 6,65 Euro (Vollzeit) als vermögenswirksame Leistung. Reichen Sie hierfür einen Bauspar- oder ETF-Sparplanvertrag bei der Bezügestelle ein.

🏛️ Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wann gilt TVöD VKA und wann TVöD Bund?
Der TVöD VKA gilt für alle Tarifbeschäftigten der kommunalen Arbeitgeber (z. B. Stadtverwaltungen, Landratsämter, kommunale Kitas, Bauhöfe, Sparkassen, Stadtwerke). Der TVöD Bund gilt für Angestellte der Bundesbehörden (z. B. Bundesministerien, Bundesämter, Bundespolizei, Bundeswehrverwaltung). Die Tabellenwerte sind weitgehend angeglichen, unterscheiden sich jedoch punktuell bei der Jahressonderzahlung.
Wie funktioniert der Stufenaufstieg nach TVöD?
Der Stufenaufstieg erfolgt automatisch nach ununterbrochener Tätigkeit in derselben Entgeltgruppe: Von Stufe 1 nach Stufe 2 dauert es 1 Jahr, von Stufe 2 nach Stufe 3 sind es 2 Jahre, von Stufe 3 nach Stufe 4 vergehen 3 Jahre, von Stufe 4 nach Stufe 5 sind es 4 Jahre und von Stufe 5 nach Stufe 6 dauert es 5 Jahre. Bei herausragenden Leistungen kann die Stufenlaufzeit verkürzt werden (§ 17 Abs. 2 TVöD).
Gibt es im TVöD Verhandlungsspielraum beim Gehalt?
Das Grundgehalt selbst ist tariflich starr festgelegt. Allerdings gibt es bei der Einstellung Verhandlungsspielraum bei der Stufenzuordnung: Nach § 16 Abs. 5 TVöD kann der Arbeitgeber Zeiten einschlägiger oder förderlicher Berufserfahrung anerkennen oder zur Deckung des Personalbedarfs eine befristete Fachkräftezulage gewähren.
Wie hoch ist das Weihnachtsgeld (Jahressonderzahlung) im TVöD 2026?
Im Bereich TVöD VKA beträgt die Jahressonderzahlung nach § 20 TVöD für die Entgeltgruppen E 1 bis E 8 genau 84,51 %, für die Entgeltgruppen E 9a bis E 12 exakt 70,28 % und für die Entgeltgruppen E 13 bis E 15 genau 51,78 % des durchschnittlichen Monatseinkommens der Monate Juli bis September. Die Auszahlung erfolgt mit dem Novembergehalt.
Was ist der Unterschied zwischen TVöD und TV-L?
Der TVöD gilt für Beschäftigte von Bund und Kommunen, während der TV-L (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder) für die Beschäftigten der Bundesländer gilt (mit Ausnahme von Hessen, das mit dem TV-H einen eigenen Tarifvertrag hat). Die Tarifverhandlungen finden in der Regel zeitversetzt statt, weshalb Tabellenentgelte und Sonderzahlungen zwischen TVöD und TV-L temporär voneinander abweichen können.
Was bedeutet stufengleiche Höhergruppierung?
Seit der Reform von § 17 Abs. 4 TVöD werden Beschäftigte bei einer Höhergruppierung in die gleiche Stufe eingruppiert, die sie in der bisherigen Entgeltgruppe innehatten (z. B. aus E 8 Stufe 4 wird E 9a Stufe 4). Zudem gilt ein Mindest-Garantiebetrag von 100 Euro bzw. 180 Euro, damit eine Höhergruppierung in jedem Fall zu einem dauerhaft spürbaren Gehaltsplus führt.
Was wird für die VBL von meinem Gehalt abgezogen?
Bei der betrieblichen Zusatzversorgung (VBL Klassik bzw. ZVK) behält der Arbeitgeber standardmäßig einen Eigenanteil von ca. 1,81 % des zusatzversorgungspflichtigen Bruttoentgelts ein. Den größeren Anteil (rund 5,49 % bis 6,45 %) übernimmt die Behörde als Arbeitgeberbeitrag für Ihre spätere Betriebsrente.
Haben Beschäftigte im TVöD Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen?
Ja. Nach § 23 Abs. 1 TVöD erhalten Vollzeitbeschäftigte monatlich einen Arbeitgeberzuschuss von 6,65 Euro (bei Teilzeit anteilig), sofern sie diesen Betrag in einen anerkannten vermögenswirksamen Sparvertrag (z. B. Bausparvertrag oder ETF-Fondssparplan) einzahlen lassen.

Gesetzliche Quellen & amtliche Grundlagen:

Stand der tariflichen Werte, Entgeltstufen und Jahressonderzahlungen: 2026. Alle Berechnungen erfolgen unter Berücksichtigung der amtlichen Tabellen des TVöD VKA.

JW
Jonas Wendt
Gründer & Betreiber von NordRechner

Jonas Wendt ist Gründer und Betreiber von NordRechner. Nach seinem Studium der Wirtschaftsinformatik in Hamburg arbeitete er mehrere Jahre als Softwareentwickler im Fintech-Bereich, unter anderem an Systemen zur automatisierten Gehaltsabrechnung und Steuerberechnung für mittelständische Unternehmen. Die Idee zu NordRechner entstand aus eigener Erfahrung: Bei der Berechnung von Elterngeld, Steuerklassen und Sozialleistungen stieß Jonas immer wieder auf Rechner, die entweder veraltete Werte nutzten, wichtige Sonderfälle ignorierten oder die zugrunde liegende Berechnung nicht nachvollziehbar machten. 2026 gründete er NordRechner mit dem Ziel, das zu ändern: kostenlose, werbearme Rechner, die jeden Rechenschritt offenlegen und sich ausschließlich auf verifizierte, aktuelle amtliche Quellen stützen — von Gesetzestexten (SGB, BGB, EStG) bis zu offiziellen Verordnungen der zuständigen Bundesministerien und Behörden. Alle Inhalte auf NordRechner werden von Jonas persönlich recherchiert, mit den jeweils aktuellen gesetzlichen Werten abgeglichen und bei Gesetzesänderungen zeitnah aktualisiert. Er lebt und arbeitet in Hamburg.

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